STORIA 2025
Für viele begann die diesjährige U STORIA schon am Donnerstag in Zürich, denn der Verein hat einen gemeinsamen Transport per Auto organisiert. Die Organisation gestaltete sich nicht ganz einfach, da mit mehreren Mietwagen und in Gruppen verschoben werden musste. Wie bei Offizieren üblich, fand aber eine gute Absprache statt, weshalb das kein Problem darstellen sollte.
Langsam, aber stetig in Richtung Osten fahrend, näherte man sich Wien. Einige waren im Auto am Arbeiten, andere am Schlafen, wiederum andere hielten die vorhergenannten mit lautstarken Unterhaltungen wach. Wie immer gab es aber auch Teilnehmer, welche den wohl etwas gemütlicheren oder kürzeren Weg mittels Nachtzug oder Flugzeug bevorzugten und entsprechend auf die erste Übernachtung im Hotel verzichteten.
Mit allen nun anwesenden Nachzüglern begann die STORIA dann offiziell freitags um 8 Uhr mit einer Ansprache der Organisatoren. Nach Verschiebung zum Schloss Schönbrunn fand sich die Truppe wartend vor dem Eingang wieder, denn der Einlass konnte nur mit sehr genau festgelegtem Zeitslot erfolgen. Pünktlich angetreten, konnten dafür aber alle Touristenschlangen übersprungen werden. Mit einem Audioguide liessen sich die einen Vereinsmitglieder mehr, die anderen weniger Zeit, das eindrucksvolle Schloss zu begutachten. Auf den anschliessenden individuellen Besuch der Schlossgärten folgte die Verschiebung zur Mittagsverpflegung.
Nachmittags ging es mit der U-Bahn zur Hofburg. Hier folgte für viele wohl einer der Höhepunkte der ganzen Reise: Ein Besuch bei der OSZE. Sehr informativ die Orientierung und Vorstellung der Organisation durch Luc Despotovic, und noch spannender die Einordnung von Oberst Christian Steiner. Ausführlich wurde über die aktuelle Weltlage berichtet, das rege Interesse aller Anwesenden kam in der Vielzahl an Fragen deutlich zum Ausdruck. Der Vorstand verdankte die Referenten und nach einem Gruppenbild vor dem Gebäude ging es in zügiger Folge direkt zum nächsten Höhepunkt.
Es stand ein gemeinsames Nachtessen mit österreichischen Milizoffizieren an, zu dem auch Oberst Christian Steiner eingeladen war. Der Abend gipfelte in einer kameradschaftlichen Diskussion in der Offiziersmesse des Wiener Offiziersvereins. Hier wurde das jeweils eigene Milizsystem der Gegenseite mit einem Kurzvortrag vorgestellt, was zum ausführlichen und intensiven Austausch anregte. Besonders bedanken möchten wir uns hier bei den Gastgebern, welche in grosser Zahl erschienen sind und uns herzlich in Ihrer Messe empfangen haben. Der erste Tag ging so mit vielen Eindrücken zu Ende.
Nach doch genügend Schlaf war der Samstagmorgen wiederum von kulturellem, wie militärischem Programm geprägt. So durften wir das Heeresgeschichtliche Museum unter fachkundiger Leitung in einer Privatführung erkunden. Hier kam jedermann auf seine Kosten. Das Museum bildete alle Epochen der modernen Kriegsführung ab. Während die Vereinsführung zum Beispiel ein Foto zusammen mit Erzherzog Karl aufnehmen wollte, erfreute sich der Autor eher an den Exponaten des 20. Jahrhunderts. Dass Präsident und Vizepräsident dann wohl doch eher an einem perfekten Foto als an geschichtlichen Aspekten interessiert waren, zeigte sich daran, dass der Präsident den Namen des Feldherrn für diesen Bericht erst intensiv recherchieren musste.
Nach Abschluss der Führung blieb noch Zeit, das Museum individuell zu begehen. Viele Ausstellungsbereiche waren noch nicht gesehen, so konnten von einigen Entdeckerfreudigen beispielsweise die Panzerhalle oder Schiffe erforscht werden.
Der Samstagnachmittag stand den Teilnehmenden zur freien Erkundung der österreichischen Hauptstadt offen, was viele in kleinen Gruppen nutzten. Wie jedes Jahr fanden hier einige die Cafés und Bars interessant, andere wollten weitere kulturelle Schätze sehen, einige entdeckten die Innenstadt auf einem Spaziergang.
Nach dem Nachtessen, bei dem einige bereits ihr viertes Wiener Schnitzel verzehrten, war der letzte offizielle Programmpunkt das Abschlussbier. In dem Pub verweilten die meisten allerdings wegen sehr lauter Musik und unfreundlichem Personal nicht lange. Trotzdem war es ein gelungener Abschluss. Alle mit weiterem Bierbedarf konnten diesen an anderen Orten und sogar im Hotel stillen. Zudem war die Kameradschaft hervorragend, wie auch schon während der ganzen Reise.
Den Sonntag verbrachten die meisten wieder im Auto. Nachdem auch die letzten Flugzeuge und Nachtzüge ihren Weg zurück in die Schweiz fanden, ging somit eine weitere informative, spannende und vor allem sehr erfolgreiche U STORIA zu Ende. Im Namen aller Teilnehmer möchte ich deshalb allen Organisatoren, Oberst Christian Steiner sowie Luc Despotovic und den österreichischen Kameraden danken. Besonders danke ich aber auch allen Kameraden, welche die STORIA einmal mehr unvergesslich gemacht haben.
Bilder von Andreas Spälti